Länderinfos

Indonesien auf einen Blick
Stand: Januar 2009

Hauptstadt Jakarta
Amtssprache Indonesisch
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident Susilo Bambang Yudhoyono
Fläche 1.927.597 km²
Einwohnerzahl 237.512.352 (Schätzung 2008).
Bevölkerungsdichte 123,8 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[1] 432.944 Mio. US$ (19.)
BIP/Einwohner 1.925 US$ (116.)
HDI 0,728 (107.)
Währung Rupiah
Unabhängigkeit von den Niederlanden am 17. August 1945
Nationalhymne Indonesia Raya
Zeitzone UTC+7 bis UTC+9
Kfz-Kennzeichen RI
Internet-TLD .id
Telefonvorwahl +62

Lage:
Südostasien.

Fläche:
1.919.440 qkm.

Bevölkerungsdichte:
124 pro qkm.

Hauptstadt:
Jakarta (Java). Einwohner: 8.579.263 (Schätzung 2009).

Staatsform:
Präsidialrepublik seit 1945. Verfassung von 1945, letzte Änderung 1969. Einkammerparlament: Abgeordnetenhaus (Dewan Perwakilan Rakyat) mit 550 Mitgliedern.
Unabhängig seit 1949 (ehemalige niederländische Kolonie).

Geographie:
Indonesien besteht aus den sechs Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java, Bali, Kalimantan (Teil von Borneo) und West Papua (ehem. Irian Jaya, westliche Hälfte Neuguineas) und 30 kleineren Archipelen.
Insgesamt besteht Indonesien aus über 13.000 Inseln, von denen 6000 unbewohnt sind,
die sich über 5150 km erstrecken und in der Vulkanzone mit über 300 zumeist erloschenen Vulkanen liegen.
Landschaftlich gesehen sind die Inseln recht unterschiedlich; einige haben Berge oder Hochebenen,
andere bestehen aus flachen Küstenebenen und Schwemmland.

Sprache:
Amtssprache ist Bahasa Indonesia (aus dem Malayischen abkömmig).
Jede ethnische Gruppe hat ihre eigene Sprache. Es werden rund 250 Regionalsprachen und Dialekte gesprochen.
Englisch, Niederländisch und Arabisch sind Schulpflichtsprachen.
Die ältere Generation spricht eher Niederländisch als Zweitsprache, die jüngere eher Englisch.

Religion:
88% Muslime, 10% Christen, 2% Hindus (vor allem auf Bali), 1% Buddhisten sowie Anhänger von Naturreligionen in abgelegenen Regionen.

Ortszeit:
Drei Zeitzonen:
Bangka, Belitung, Java, West- und Mittelkalimantan, Madura und Sumatra:
West: MEZ + 6. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +6 Std. und im Sommer +5 Std.
Zentral: MEZ +7. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +7 Std. und im Sommer +6 Std.,
Ost: MEZ + 8. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +8 Std. und im Sommer +7 Std.
Bali, Flores, Süd- und Ostkalimantan, Lombok, Sulawesi, Sumba, Sumbawa und Timor: MEZ + 7. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +7 Std. und im Sommer +6 Std.
Aru, West Papua (Irian Jaya), Kai, Molukken und Tanimbar: MEZ + 8. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +8 Std. und im Sommer +7 Std.

Netzspannung:
220 V, 50 Hz; in ländlichen Gegenden zuweilen auch 110 V, 50 Hz.

Regierungschef:
Susilo Bambang Yudhoyono, seit Oktober 2004.

Staatsoberhaupt:
Susilo Bambang Yudhoyono, seit Oktober 2004.

Währung:
Rupiah. Währungskürzel: Rp, IDR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Nennwerten von 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5.000 und 1.000 Rp. Münzen im Wert von 500, 200 und 100 Rp.

Geldwechsel:
In Jakarta kann Geld bei internationalen Banken,
in Hotels und in autorisierten Wechselstuben umgetauscht werden.
In den größeren Touristenzentren gibt es beim Umtausch der bekanntesten Währungen keine Schwierigkeiten,
in abgelegeneren Gebieten ist es ratsam, Bargeld in kleiner Stückelung mitzuführen.
Euro werden empfohlen, weil diese Währung neben dem US-Dollar am ehesten akzeptiert wird.
Die aktuellen Wechselkurse werden täglich in den Zeitungen veröffentlicht.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert.
Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Kreditkarten:
American Express, MasterCard, Eurocard und Visa werden in Jakarta und in Touristenzentren nur von größeren Hotels,
Restaurants und Reisebüros akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks:
In Banken und größeren Hotels problemlos wechselbar.
Ansonsten ist der Gebrauch begrenzt. Reiseschecks sollten in Euro ausgestellt sein.

Devisenbestimmungen:
Keine Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen.
Die Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 100 Mio. Rp deklarationspflichtig,
bei Zuwiderhandeln drohen hohe Geldstrafen. Die Landeswährung kann bei der Ausreise problemlos zurückgewechselt werden.
Die Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist deklarationspflichtig.

Öffnungszeiten der Banken:
Mo-Fr 08.00-14.30 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr. Einige Zweigstellen in Hotels haben länger geöffnet.

Feiertage:
2009
1. Jan. Neujahr.
20. Jan. Muharram (Islamisches Neujahr).
26. Jan. Chinesisches Neujahr.
26. Jan. Nyepi (Hinduistisches Neujahr).
10. März Mouloud (Geburtstag des Propheten).
10. April Karfreitag.
Mai Waisak Tag (Buddhas Geburtstag).
21. Mai Christi Himmelfahrt.
20. Jul. Lailat al Miraj (Himmelfahrt des Propheten).
17. Aug. Unabhängigkeitstag.
22. Sept. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
28. Nov. Eid al-Adha (Opferfest).
25./26. Dez. Weihnachten.
29. Dez. Islamisches Neujahr.

Vorsichtsmaßnahmen:
Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen in Zentral-Sulawesi, eventuell auch in Zentral-Java vorkommen.
Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt von Oktober bis März landesweit vor.
Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf.
Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst.
Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben.
Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor.
Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen.
Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kann auftreten.
Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Ein geringes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von September bis März vor allem in ländlichen Gebieten.

Pest-Fälle wurden landesweit gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr.
Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse.
Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen.
Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitsvorsorge:
Die medizinische Versorgung ist außerhalb der größeren Städten ungenügend,
Behandlungskosten bei Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten müssen umgehend vor Ort bezahlt werden.
Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Rückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Vogelgrippe:
Seit November 2003 hat sich die Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1) mit örtlichen und regionalen Ausbrüchen bei Geflügeltieren landesweit ausgebreitet.
Mehr als 10 Millionen Tiere sind ihr bisher zum Opfer gefallen.
Seit Mitte 2005 gibt es eine Reihe menschlicher Erkrankungs- und Todesfälle aus Java (Großraum Jakarta und West-Java) und Sumatra (Nord-Sumatra); die meisten hatten unmittelbare Kontakte zu kranken oder verendeten Tieren.
Auch 2007 gibt es fast monatlich Todesfälle wegen der Vogelgrippe.

Der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel sollte vermieden werden.
Kein Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten.
Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus betroffenen Ländern in die EU ist verboten.
Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.
Verzicht auf Halten von Ziervögeln bei Aufenthalt in den betroffenen Regionen.
Ein gegen Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.

Klima:
Tropisches Monsunklima mit ausgeprägten regionalen Unterschieden. Der Ostmonsun bringt das trockenste Wetter (Mai - Oktober),
der Westmonsun die Regenzeit (Dezember - März). Im Westen ganzjährige Niederschläge. Kühler in den Bergen.

Sitten & Gebräuche :
In Indonesien gibt es über 200 unterschiedliche Sprachen und Dialekte.
Seit der Unabhängigkeit haben viele Indonesier einen starken Nationalstolz entwickelt.

An den überlieferten Tänzen und den traditionellen Techniken der Malerei,
Holschnitzerei und Bildhauerei wird weiterhin festgehalten.
Tanzen ist in Indonesien eine wichtige Kunstform und wird von frühester Kindheit an gefördert und praktiziert.
Das umfassende Repertoire basiert auf alten Legenden und Überlieferungen.
Aufführungen finden in Dorfhallen und auf Dorfplätzen statt, außerdem in einigen der führenden Hotels.
Einige der berühmtesten Tänze Balis sind der Legong, ein langsamer,
graziöser Tanz göttlicher Nymphen; der Baris, eine rasante,
autstarke Darstellung männlichen, kriegerischen Verhaltens, und der Jauk,
fesselnder Solotanz eines maskierten und reich kostümierten Dämons.
Beim dramatischen Kecak-Tanz mit 100 oder mehr Teilnehmern agieren nur mit Lendenschurz bekleidete junge Männer als wilde Affenschar,
Untertanen des hinduistischen Affengottes Hanuman.
Indonesische Gamelan-Orchester bestehen in erster Linie aus verschiedenen Xylophon-ähnlichen Schlaginstrumenten,
Flöten und Instrumenten,
die der Harfe ähneln.
Diese Klänge sind in vielen indonesischen Geschäften und Restaurants zu hören und gehören zu jeder Tanz- und Schattentheateraufführung.

Schattentheaterstücke werden landesweit aufgeführt, hierfür werden die traditionellen Wayang-Kulit-Schattenpuppen aus Holz und Leder benutzt.
Gegenstand der Stücke sind oft die Geschichten der Ramayana und Mahabharata, berühmte alte Hindu-Legenden. Es werden jedoch auch moderne Stücke gezeigt. Für Besucher, die kein Indonesisch verstehen, ist es am interessantesten, hinter der Bühne zu sitzen, weil man dort dem Puppenspieler am besten bei seiner Arbeit zusehen kann.

Bei Ticket- und Hotelbuchungen innerhalb Indonesiens wird oft nur der Vorname verwendet.
In Gesellschaft ist man oft recht formell,
zum Beispiel sollte man bei einer Mahlzeit nicht mit dem Essen oder Trinken anfangen, bevor der Gastgeber dazu auffordert.
Man sollte nie mit dem Finger auf Personen oder Gegenstände zeigen oder Kinder am Kopf berühren.
Essen oder Geld wird immer mit der rechten Hand genommen oder gegeben.
Indonesier sind höflich und freundlich und erweisen Ausländern, denen sie vertrauen,
unzählige Gefälligkeiten und Freundschaftsdienste. Händeschütteln zur Begrüßung ist gebräuchlich.
Bei Einladung in ein Privathaus ist ein Geschenk gern gesehen.

Legere Kleidung ist üblich, aber einige elegante Etablissements erwarten Abendgarderobe zu den Mahlzeiten.
Islamische Sitten und Gebräuche, die die Bekleidung der Frauen betreffen,
sollten beachtet werden. Tempel sollten nur mit Sarong und Schultern/Arme bedeckenden Oberteilen betreten werden.

Trinkgeld ist üblich, aber nicht obligatorisch. In manchen Hotels und Restaurants werden für Bedienung 10% extra berechnet.

zollfrei einkaufen:
Folgende Artikel können von Personen ab 18 Jahren zollfrei nach Indonesien eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 g Tabak;
1l alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke bis zu einem Wert von 250 US$ pro Passagier oder 1.000 US$ pro Familie.

Einfuhrverbot:
Schnurlose Telefone und andere Handelsartikel, frisches Obst, Waffen, Munition, Pornographie, Betäubungsmittel,
nicht vom Arzt verschiebene, rezeptpflichtige Medikamente, chinesische Publikationen und Medikamente.

Indonesisches Informationszentrum :
c/o mk Advertising Travel
Goethestraße 66, D-80336 München
Tel: (089) 59 04 39 06.
Internet: www.my-indonesia.info
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr
(auch für Österreich und die Schweiz zuständig)

Indonesia Culture and Tourism Board

Sapta Pesona Building, 21st Floor, Jalan Medan Merdeka Barat 17, ID-Jakarta 10110
Tel: (021) 383 81 67.
Internet: www.budpar.go.id oder www.tourismindonesia.com oder www.indonesiatourisminfo.com

Botschaft der Republik Indonesien

Lehrter Straße 16-17, D-10557 Berlin
Tel: (030) 47 80 70.
Internet: www.indonesian-embassy.de
Konsularabt.: Mo-Do 09.30-12.30 Uhr und 14.30-15.30 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr (Terminvereinbarung).
Generalkonsulate in Hamburg (Tel: (040) 51 20 71/73) und Frankfurt/M. (Tel: (069) 247 09 80).
Honorarkonsulate in Bremen, Hannover, Kiel, München und Baden-Baden.

Botschaft der Republik Indonesien

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7, A-1180 Wien
Tel: (01) 47 62 30.
Internet: www.kbriwina.at
Mo-Fr 08.30-12.30 Uhr, Mo-Do 13.30-17.00 Uhr, Fr 14.30-17.30 Uhr.
Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, Mo-Do 13.30-16.00 Uhr, Fr 14.30-16.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Klagenfurt und Hallein.

Botschaft der Republik Indonesien

Elfenauweg 51, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 09 83/84.
Internet: www.indonesia-bern.org
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-12.00 Uhr.

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