Länderinfos

Myanmar auf einen Blick
Stand: Januar 2009

Hauptstadt Naypyidaw (Pyinmana)
Amtssprache Birmanisch
Staatsform Militärdiktatur
Staatsoberhaupt Vorsitzender des Staatsrates für Frieden und Entwicklung
General Than Shwe
Regierungschef Premierminister
General Thein Sein
Fläche 678.500 km²
Einwohnerzahl 47.758.181 [1]
Bevölkerungsdichte 70,4 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[2] 13.529 Mio. US$ (102.)
BIP/Einwohner 235 US$ (175.)
HDI 0,583 (132.)
Währung Kyat
Unabhängigkeit von Großbritannien am 4. Januar 1948
Nationalhymne Gba Majay Bma
Zeitzone UTC+6,5
Kfz-Kennzeichen MYA
Internet-TLD .mm
Telefonvorwahl +95

Lage:
Südostasien.

Fläche:
676.552 qkm.

Bevölkerungszahl:
47.758.180 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte:
71 pro qkm.

Hauptstadt:
Pyinmana. Einwohner: 110.125 (Schätzung 2009).

Staatsform:
Sozialistische Republik seit 1974. Verfassung von 1974,
neue Verfassung in Ausarbeitung.
Militärregime.
Parlament mit 484 Mitgliedern (zuletzt 1990 gewählt, aber das Parlament hat seine Tätigkeit nie ausgeübt.
Unabhängig seit 1948 (ehemals Teil von Britisch-Indien); bis 1989 Birma bzw. Burma.

Geographie:
Das Land grenzt im Osten an China,
Laos und Thailand und im Westen an Bangladesch,
Indien und den Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Andamansee).
Der Fluss Irawadi fließt durch die Landesmitte, an der Südküste bildet er ein Delta.
Die Hauptstadt des Landes Pyinmana liegt etwa 350 km nördlich der größten Stadt Yangon.
Yangon liegt an einer der zahlreichen Flussmündungen.
Nördlich des Deltas liegen das Irawadi-Becken und Zentral-Myanmar,
das durch eine hufeisenförmige Bergkette geschützt wird.
Sie erreicht eine Höhe von 3000 m und wirkt sich klimatisch auf das Gebiet aus.
Im Westen liegen die Berge Arakan, Chin und Naga und die Patkai-Hügel,
im Norden die Kachin-Hügel. Das Shan-Plateau im Osten dehnt sich bis zum Iriwadi-Becken aus.
In der Landesmitte wird intensiv Landwirtschaft betrieben, die Felder werden künstlich bewässert.
Auf dem Shan-Plateau gedeihen Obst, Gemüse und Zitrusfrüchte,
ein Großteil des Landes ist jedoch von subtropischen Wäldern bedeckt.

Sprache:
Amtssprache ist Birmanisch,
außerdem werden über 100 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen.
In Geschäftskreisen spricht man Englisch.

Religion:
Buddhismus (89 %); Islam (4 %), Christentum (4 %), Anhänger von Naturreligionen (1 %) und andere.

Ortszeit:
MEZ + 5:30 Std.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Myanmar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +5:30 Std. und im Sommer +4:30 Std.

Netzspannung:
220/230 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.

Regierungschef:
Thein Sein, seit Oktober 2007.

Staatsoberhaupt:
General Than Shwe, seit 1992.

Währung:
1 Kyat = 100 Pyas. Währungskürzel: K, MMK (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 1000, 500, 200, 100, 90, 50, 45, 20, 15, 10, 5 und 1 K und 50 Pyas im Umlauf. Münzen im Wert von 1 K sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Pyas.
Es sind jedoch nur noch Banknoten und keine Münzen mehr im Umlauf.
Um den Schwarzmarkt zu unterbinden und die finanzielle Situation der Dissidentengruppen zu schwächen,
werden gelegentlich bestimmte Banknoten ohne Vorwarnung für ungültig erklärt.

Geldwechsel:
Derzeit werden nur US-Dollar uneingeschränkt gewechselt.
Es empfiehlt sich, nur 100-er Scheine mitzunehmen,
da für diese die niedrigsten Umtauschgebühren verrechnet werden.

Kreditkarten:
Visa, Diners Club, American Express und JCB werden von Fluglinien,
internationalen Geschäften, einigen Restaurants und größeren Hotels in Yangon und Mandalay angenommen.
Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks:
Die Einlösung von Reiseschecks bereitet oftmals Schwierigkeiten.
Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.

Devisenbestimmungen:
Die Landeswährung darf weder ein- noch ausgeführt werden.
Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen,
Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 2.000 US$.
Die Deklaration muss aufbewahrt werden, da die Ausfuhr auf die bei der Einreise deklarierte Summe beschränkt ist.
Nur ein Viertel des Betrages, der in Kyat getauscht wurde, darf bei der Ausreise zurückgetauscht werden.
Persönlicher Schmuck sollte bei der Einreise allenfalls deklariert werden,
um beim Verlassen des Landes Schwierigkeiten zu vermeiden.
Am Flughafen in Yangon finden regelmäßig Kontrollen statt.
Daher sollten alle Quittungen zum Nachweis der im Lande ausgegebenen Summen aufbewahrt werden.

Öffnungszeiten der Banken:
Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr.

Feiertage:
2009
4. Jan. Unabhängigkeitstag.
12. Feb. Tag der Union.
2. März Tag der Bauern.
27. März Tag der Streitkräfte.
Apr. Maha Thingyan (Wasserfest).
Apr. Myanmar-Neujahr.
Apr. Vollmond von Kasone.
1. Mai Maifeiertag.
19. Jul. Tag der Märtyrer.
Jul. Vollmond von Waso (Beginn der buddhistischen Fastenzeit).
Okt. Vollmond von Thadingyut (Ende der buddhistischen Fastenzeit).
Nov. Vollmond von Tazaungmon.
Nov. Nationaler Feiertag.
25. Dez. Weihnachten.

Vorsichtsmaßnahmen:
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor.
Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor.
Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen.
Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Myanmar,
insbesondere in größeren Städten und in den östlichen Grenzgebieten,
ein gravierendes Problem.
Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht in ländlichen Gebieten von Mai bis Oktober.

Die Pest kommt landesweit vor.
Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr.
Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor.
Asien gilt als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen.
Übertragung hauptsächlich durch streunende Hunde und Katzen.
Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitsvorsorge:
Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch,
apparativ oder hygienisch problematisch.
Oft fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

In Notfällen kann Rat bei der SOS-Klinik (Myanmar SOS International Ltd, Inya Lake Hotel, 37 Kaba Aye Pagoda Road,
Mayangone Township, Yangon, Tel: (+95) (01) 66 78 77 (rund um die Uhr), oder (+95) (01) 66 78 71. Fax: (+95) (01) 66 78 66. Internet: www.internationalsos.com) in Rangun eingeholt werden,
die auch Rettungsflüge organisiert.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs der z.T. hohen Temperaturen wegen geschützt werden.

Vogelgrippe:
Die hochpathogene Vogelgrippe durch Influenza A (H5N1) wurde im März 2006 offiziell bestätigt.
Im ersten Halbjahr von 2007 gab es Vogelgrippefälle auf Geflügelfarmen.
Mitte Dezember 2007 wurde der erste Vogelgrippefall bei einem Menschen in Myanmar gemeldet.

Reisende sollen sich von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden.
Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden.
Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden.
Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

zollfrei einkaufen:
Folgende Artikel können zollfrei nach Myanmar eingeführt werden:
200 Zigaretten und 50 Zigarren oder 227 g Tabak;
1,14 l Spirituosen;
570 ml Parfüm oder Eau de Toilette.

Sitten & Gebräuche:
Höfliches Benehmen und Respekt für Tradition und Religion werden erwartet.
Vor dem Betreten religiöser Gebäude muss man Schuhe und Strümpfe ausziehen.
Beim Sitzen sollten die Fußsohlen nicht sichtbar sein, dies wird als Beleidigung aufgefasst.
Shorts und Miniröcke sollten nicht getragen werden. Trinkgeld: Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.
In Hotels und Restaurants gibt man zwischen 5% und 10%.

Myanmar Tourism Promotion Board:
c/o Traders Hotel, Level 3, Business Centre, 223 Sule Pagoda Road, MM-Yangon
Tel: (01) 24 28 28 Durchwahl 64 62. Fax: (01) 24 28 00.
E-Mail: mtpb@mptmail.net.mm
Internet: www.myanmar-tourism.com

Myanmar-Guide.de:
c/o Andreas Schwope
Am Thie 13, D-31087 Landwehr
Tel: (05382) 95 88 67. Fax: (05382) 95 88 68.
E-Mail: feedback@myanmar-guide.de
Internet: www.myanmar-guide.de

Botschaft der Union Myanmar:
Thielallee 19, D-14195 Berlin
Tel: (030) 20 61 57 10. Fax: (030) 20 61 57 20.
E-Mail: info@botschaft-myanmar.de
Internet: www.botschaft-myanmar.de (im Aufbau)
Mo-Fr 09.30-16.30 Uhr. Konsularabt.: 09.30-12.30 Uhr
(auch für Österreich zuständig)

Botschaft der Union Myanmar:
Rue de Courcelles 60, F-75008 Paris
Tel: (+33) (01) 56 88 15 90. Fax: (+33) (01) 45 62 13 30.
E-Mail: me-paris@wanadoo.fr
Mo-Fr 09.30-12.30 und 13.30-16.30 Uhr.
(auch für die Schweiz zuständig).
Generalkonsulat in Genf (Tel: (022) 906 98 80).

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland:
9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bhan Township, MM-Yangon 11201
Postanschrift: GPO Box 12, MM-Yangon 11181
Tel: (01) 54 89 51/-53. Fax: (01) 54 88 99.
E-Mail: post@botschaftrangun.net.mm


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